Zahnsteinreinigung

Zahnstein sind feste Ablagerungen auf Zähnen und Protesen, die weder durch Spülen oder Bürsten entfernt werden können. Wenn sich der Zahnstein in den Zahnfleischtaschen gebildet hat, nennt man es subgingivalen Zahnstein. Wenn es sich außerhalb des Zahnfleisches gebildet hat, also der für uns sichtbare Zahnstein, nennt man es supragingivalen Zahnstein.

Der sichtbare Zahnstein (supragingival) besteht aus 70-90 % anorganischen, der Rest aus organische Zusammensetzungen.

Durch die Vermehrung von Zahnstein kommt es zu mehr Fläche, an dem sich Bakterien festsetzen können und das führt zu

1- Zahnfleischentzündungen,
2-
Zahnschmelzverletzungen,
3- Kariesbildung,
4- Rückbildung von Zahnfleisch und damit freie Zahnhälse.

Warum entsteht Zahnstein?

Zahnbelag (Plaque) kann sich innerhalb von 14 Tagen zu Zahnstein erhärten, wenn eine hygienische und gewissenhafte Zahnpflege nicht täglich vorgenommen wird. Bei Anwendung richtiger Zahnputztechniken und ausreichender Putzzeit kann der Zahnbelag und der Zahnstein auf ein Minimum reduziert werden. Wenn trotz intensiver Reinigung eine rasche Plaquebildung und Zahnstein zu beobachten ist, informieren Sie sich beim Zahnarzt über richtige Putztechniken.

Wie entsteht Zahnstein?

Zahnstein wird als mineralisierter Zahnbelag verstanden. Nicht gereinigter Zahnbelag entwickelt sich durch Mineralisierung zu Zahnstein. Manche Mikroorganismen mit fädigen Stukturen fördern die Zahnsteinbildung, indem sie sich wie eine Matrix auf den Zahnbelag legen und durch Mineralisierung der Plaque-Bakterien verhärten. Während zäher Speichel Zahnstein fördert, erschwert ein flüssiger und starker Speischelfluss dagegen die Bildung von Zahnstein.

Haben Ernährungsgewohnheiten Einfluss auf die Zahnsteinbildung?

Calcium, Phosphor, Bikarbonat, Proteine und Kohlenhydrate födern die Entstehung von Zahnstein. Zucker vereinfacht gar die Bildung von Plaque. Dabei ist es wichtiger, ob Lebensmittel hart oder weich sind als die Inhaltstoffe. Menschen, die sich vordergründig von weichen Lebensmitteln ernähren, fördern Zahnsteinbildung.

Spielt Plaque und Zahnstein bei der Entstehung von Parodontose eine Rolle?

Wenn der Zahnbelag nicht rückstandsfrei gereinigt wird, entsteht nach kurzer Zeit Zahnstein. Nicht nur aus ästhetischen Gesichtspunkten sind dunkle Flächen am Zahnfleisch sowie geschwollenes, unregelmäßiges und blutiges Zahnfleisch ein Problem. Ebenso wegen ihrer rauen Oberfläche kann es zu Verletzungen auf der Zunge kommen.

Ohne die Einwirkung von Zahnstein kann schon Plaque alleine Zahnfleischbluten verursachen. Bei gewissenhafter Reinigung des Zahnbelags(Plaque) kann das Zahnfleisch wieder gesunden. Mit steigendem Alter vermehren sich Plaque, Zahnfleischentzündungen und Zahnstein. Bei Kindern entsteht daher sehr selten Zahnstein unter der Zahnfleischhöhe des Zahnes. Bei der Entstehung von pathologischen Zahnfleischtaschen spielt Zahnstein sowohl primär, als auch sekundär eine Rolle. Tiefe parodontale Zahntaschen entstehen durch die Bildung von subgingivalem Zahnstein (Zahnstein in den Zahnfleischtaschen), das das Zahnfleischgewebe angreift und verletzt. Nahezu jeder Mensch mit Zahnstein hat auch eine Zahnfleischentzündung. Eines der Hauptursachen des Mundgeruchs ist Zahnstein.

Wo entsteht Zahnstein am häufigsten?

An Stellen, wo die Speicheldrüsen am aktivsten arbeiten, sind die Zähne am meisten von Zahnstein gefährdet. Am Unterkiefer sind die vorderen Zahninnenseiten und am Oberkiefer sind die Backenzahnaußenseiten am meisten Zahnsteingefährdet. Der große Anteil von ca. 90% des Zahnsteins entsteht am Unterkiefer an der Innenseite der vorederen Schneidezähne. Der subgingivale Zahnstein kommt dagegen an der Innenseite der unteren Backenzähne vor. Ein weiterer Platz, der häufig von Zahnstein befallen ist, sind Zahnzwischenräume die durch ausgefallene Zähne entstanden sind.

Kann Zahnstein auf radiologischen Darstellungen abgebildet werden?

Zahnstein in den Zahnzwischenräumen können auf Röntgenbildern abgebildet werden. Da das Zahnfleisch und der Zahnstein der gleichen Dosis Stahlung ausgesetzt sind, kann es bei Überlagerung (bei Zahnstein vor oder hinder dem Zahn) dazu kommen, dass Zahnstein nicht sichbar ist. Da lediglich 40% des Zahnsteins durch Röntgenbilder entdeckt werden können, eingnet sich die radiologische Darstellung nicht. Durch parodontale Schädigung hervorgerufene Osteoklasie am Kiefer läßt sich dagegen durch radiologische Darstellung gut erkennen.

Wie erfolgt eine Zahnsteinreinigung?

Mit besonderen Ultraschallgeräten können mit Hochfrequenzbehandlungen der Zahnstein vom Zahn gelöst werden. Bei subgingivalem Zahnstein kann dieser am besten manuell durch Ausschabung am Zahn und im Zahnfleisch entfernt werden. Bei Ausschabungen im Zahnfleisch wird ungesundes Granulationsgewebe entfernt. Mit der Skalierungsmethode kann, ohne den Zahnschmelz zu verletzen, mit geeigneten Instrumenten der Zahnstein und Plaque entfernt werden.

Wie oft sollte man eine Zahnsteinreinigung durchführen lassen?

Um Beschwerden am Zahnfleisch zu vermeiden sollte die Mundhygiene ernst genommen werden. Normalerweise sollten alle sechs Monate der Zahnarzt aufgesucht und nach einer umfangreichen Untersuchung eine professionelle Zahnreinigung vorgenommen werden. Manchmal kann der Rhythmus der Zahnreinigung mehr als 2 mal im Jahr sein, da die Intensität der Zahnsteinbildung von Mensch zu Mensch variiert. Die Bildung von Zahnstein über der Zahnfleischgrenze erfolgt schneller als der Zahnstein in den Zahnfleischtaschen. Folgen Sie den Empfehlungen Ihres Zahnarztes, was die Häufigkeit der Zahnsteinreinigung angeht.